Die Börsen blicken heute gespannt in die USA. Am Nachmittag dortiger Zeit wird der US-Präsident Trump seine Handelszölle verkünden. Gerechnet wird mit der Zollkeule. Zunächst soll (gefühlt) jedes Land seinen Senf abbekommen. Die USA hoffen, dass sich dadurch die Betroffenen verhandlungsbereit zeigen werden. Für die Börsen ist solch ein Vorgehen wenig vorteilhaft. Die Stimmung ist am Boden. Der Abverkauf geht weiter.
Bisher konnte US-Präsident Trump mit seinen Sticheleien gegen seine Nachbarn und Europa nicht wirklich punkten. Jetzt also kommt die Zollkeule. Alle Länder bekommen etwas ab, wenn man den Gerüchten am Markt glauben kann. Die Höhe der verhängen Importzölle soll 18 – 20% betragen.
Je nachdem ob diese Annahmen sich bewahrheiten oder Trump unter diesen Marken bleibt, wird sich das sofort auf die Börsenkurse auswirken. Anleger hoffen noch, dass es nicht so schlimm kommt.
DAX, Tageschart, Stand 22.219 Punkte
Wie der Hase vor der Schlange blicken die Marktteilnehmer heute nach Washington. Dabei ist das, was als Gerücht herumgereicht wird, bereits in den Kursen eingepreist. Heute geht es darum, ob sich die Gerüchte bewahrheiten werden und ob Trump vielleicht unter den genannten Werten bleibt, was dann als „weniger schlimm als befürchtet“ interpretiert werden kann.
Wichtiger wird die Folge dieser Entscheidung sein. Die betroffenen Länder werden zum Gegenschlag ausholen und das wird dann die Anleger an den Börsen wirklich beschäftigen und manche zum Umdenken veranlassen. Trotz aller Hoffnung, die Sache sieht nach Handelskrieg aus.
Der DAX arbeitet an seiner Trendwende. Der gestrige Tag muss als Ausnahme gewertet werden. Nach vielen Tagen Kursverlust wollten die Anleger eine Gegenbewegung erzwingen. Hilfreich war der Monatsanfang, der das Geld der Sparer angespült hat (Fonds & ETF), das dann sofort investiert wurde. Das waren keine überzeugten Käufe.
So wundert es heute nicht, dass der Aktienmarkt wieder nachgibt. Der DAX ist im Tagesverlauf wieder unter die Unterstützungslinie bei 22.330 Punkten gerutscht. Sie gilt weiterhin als richtungsweisend. Solange der Index unter der schwarzen Linie verbleibt, lautet sein nächstes Ziel 21.340 Punkte.
Der Aktienmarkt befindet sich in einer Phase größter Unsicherheit. Jedes Wort und jede Reaktion des US-Präsidenten wird auf die Goldwaage gelegt und führt schnell zu Ausschlägen im Chartbild. Doch der Trend ist abwärts. Auf jede Hoffnung folgen zwei Nackenschläge.
Noch ist kein nennenswerter Abverkauf erfolgt. Der kommt durch die Hintertür, weil nicht jeder Anleger die Auswirkungen der Handelszölle wahrhaben will. Erst zum Ende des Jahres werden die Einschränkungen dann auch Bremsspuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen. Manch ein Anleger antizipiert bereits jetzt solch eine Entwicklung, nimmt Gewinne mit und baut Cash auf.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr
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